Theologie
Über die Kirchenhierarchie
Neben der allerorts gewöhnlichen Gottesdienst-Praxis erkennen wir auch orthodoxe Gemeinden, die ohne einen Priester Gott anbeten, als vollwertige Gemeinden an, die zur Deutsch-Orthodoxen Kirche gehören. Laut des biblischen und patristischen Verständnisses ist das Phänomen die Priesterlosigkeit vielerorts als das Zeichen der vorangekündigten Zeit anzusehen, die für die Kirche ein Anspruch der Realität ist.
Unser Glaubensbekenntnis ist das Nicänum-Konstantinopolitanum. Wir vermeiden den Zusatz "filioque" als Erklärug für den Hervorgang des Heiligen Geistes "... und vom Sohn". Außerdem teilen wir nicht die Auffassung, dass das römische Kirchenoberhaupt eine Primatstellung genießen kann. Dabei stützen wir unsere Auffassung auf die Worte Christi "Wer unter euch groß sein will, sei euer Diener" (Matth. 23, 11).
Aus diesem Grund verstehen wir als den "größten" der Kirche, den "Diener", der sich selbst im Dienst der Kirche Gottes aufopfert. Es ist eine Gabe Gottes sein Diener zu sein.
Den "Diener"-Auftrag führen Pfarrer aus, die eine theologische Ausbildung absolvierten und als Mentoren den Christen immer als geistlche Helfer zur Seite stehen sollen.
Über die Sakramente
Das Sakrament ist das sichtbare Zeichen der unsichtbaren Realität, heiliger Akt, der von Jesus Christus festgelegt wurde (Matth. 28:19) und der Kirche als wirksames Mittel der göttlichen Gnade dient. Für die Beichte ist ausschalggebend, dass dabei der eigene Wille des Beichtenden, teilweise öffentlichen Bekennens seiner Sünden vor Gott mit dem Wort der Verheißung verbunden ist. Bei der Taufe wird der offene Wille des Täuflings - das Eintauchen ins Wasser - als das Leibeselement mit der Seligsprechung als das Wort der Verheißung (Mark. 16:16) verbunden. Im Sakrament wird die Willensäußerung des Glaubenden offen gezeigt, und das Wort der Gnade als die Bestätigug der Verheißung offen gesprochen.